Mit dem Ergebnisbericht zum Mock-Up am Campus Vaihingen zeigt DiTEnS, dass die Transformation lokaler Energiesysteme nicht allein eine technische Herausforderung ist. Neben belastbaren Modellen und Simulationen braucht es vor allem abgestimmte und tragfähige Entscheidungsprozesse, um vor Ort umsetzbare Lösungen für eine klimaneutrale Energieversorgung zu entwickeln.
Im Projekt wurde deutlich, dass die technisch effizienteste Lösung nicht automatisch die tragfähigste sein muss. Entscheidend ist vielmehr, technische Analysen mit den Perspektiven relevanter Stakeholder zusammenzuführen. Dazu zählen unter anderem Fragen der Umsetzbarkeit, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und institutionellen Zuständigkeiten.
Genau hier setzt der DiTEnS-Ansatz an. Im Rahmen des Dialogprozesses wurden die Ausgangslage des örtlichen Energiesystems (Systemwissen), mögliche bzw. gewünschte Entwicklung (Zielwissen) und konkrete Transformationspfade (Transformationswissen) gemeinsam mit verschiedenen Beteiligten erarbeitet und zu konkreten Handlungsoptionen verdichtet. Zur Unterstützung dieses Prozesses kamen eigens entwickelte 3D-Visualisierungen zum Einsatz, die komplexe Zusammenhänge anschaulich aufbereiteten und die gemeinsame Diskussion fundierten.
Der Ergebnisbericht beschreibt die methodische Umsetzung dieses Bottom-Up-Ansatzes im Detail und zeigt, wie unterschiedliche Formate der Stakeholder-Einbindung genutzt wurden, um Systemwissen, Zielwissen und Transformationswissen gemeinsam zu erarbeiten, zu visualisieren und in konkrete Handlungsoptionen zu überführen. Die Einbindung der Stakeholder war dabei keine begleitende Kommunikationsmaßnahme, sondern ein zentraler methodischer Bestandteil. Dadurch konnten lokale Anforderungen und mögliche Zielkonflikte frühzeitig sichtbar gemacht und in die Entwicklung tragfähiger Lösungsansätze einbezogen werden.
Hier geht’s zum Ergebnisberichts auf der Veröffentlichungsplattform der Universtität Stuttgart: https://elib.uni-stuttgart.de/items/0ebf4024-8992-42c5-afc8-5ea780c53c21