Auf der EWI-Energietagung 2026 in Köln (Link) hat Prof. Dr.-Ing. Kai Hufendiek (IER, Universität Stuttgart) zentrale Herausforderungen der Wärmewende mit einer klaren Botschaft adressiert: Heterogenität und Komplexität verhindern einfache Standardlösungen.
Ausgehend vom Status-Quo der Transformation zeigte der Vortrag, warum Wärme zunehmend zum Schlüssel-Handlungsfeld wird. Wärmeanwendungen beanspruchen einen großen Anteil des Endenergieverbrauchs und die Wärmebereitstellung ist weiterhin stark mit direkten Treibhausgasemissionen verbunden. Gleichzeitig treffen politische Erwartungen an Beschleunigung, Vereinfachung und Skalierung auf eine Realität, die vor allem lokal geprägt ist, bspw. durch unterschiedliche Gebäudebestände, Wärmebedarfsdichten, Akteurs- und Zuständigkeitsstrukturen sowie begrenzte personelle Kapazitäten. Am Beispiel der kommunalen Wärmeplanung (u. a. Stuttgart) wurde deutlich, dass Planungsaufwände allein nicht ausreichen, wenn Vernetzung, Betreiberlösungen sowie konkrete Angebote (Preise, Zeitpläne) fehlen und damit eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für Eigentümer, Haushalte und weitere Akteure.



Der Vortrag plädierte deshalb für eine lernende, bottom-up-orientierte Logik. Orchestrierung statt One-size-fits-all, Systemintegration statt Einzeloptimierung, adaptive Governance und Zielbilder statt starrer Pfade. An dieser Stelle setzt DiTEnS an. Mit einem diskursiven Ansatz, der lokale Akteure zusammenbringt und durch einen hoch automatisierten Werkzeugkasten sowie interaktive Moderationsformate zu schlanken, zielorientierten Transformationsprozessen beiträgt.