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© Pascal Häbig

Wenn Strompreise schwanken: DiTEnS beim Energietreff in Botnang

Wann lohnt es sich, Strom genau dann zu verbrauchen, wenn er besonders günstig ist? Diese Frage stand am 7. Juli 2026 im Mittelpunkt des Energietreffs von Energie für Botnang eG im Bürgersaal Botnang. Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutierten dort über Strommarkt, Preisbildung und die wachsende Bedeutung flexibler Stromnutzung. Den fachlichen Impuls gab Prof. Kai Hufendiek vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart.

Im Zentrum des Abends stand die Rolle privater Haushalte im Energiesystem der Zukunft. Mit Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen werden sie zunehmend selbst zu aktiven Marktteilnehmenden. Sie erzeugen Strom, speichern ihn und können ihren Verbrauch gezielt in günstigere Zeitfenster verschieben. Aus klassischen Konsumenten werden damit sogenannte Prosumenten.

Dynamische Stromtarife können diese Entwicklung unterstützen. Sie geben Preisschwankungen am Strommarkt zeitnah an Haushalte weiter und schaffen damit Anreize, Strom in günstigen Stunden zu nutzen. Besonders interessant wird das dort, wo flexible Anlagen oder Geräte automatisiert gesteuert werden können, wie etwa über Smart Meter und Energiemanagementsysteme. Fehlen solche technischen Voraussetzungen oder verschiebbare Lasten, bleibt der wirtschaftliche Vorteil dagegen häufig begrenzt.

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Zugleich wurde deutlich, dass dynamische Tarife nicht nur Chancen bieten. Wer stärker an kurzfristige Börsenpreise gekoppelt ist, trägt auch ein höheres Preisrisiko. Entscheidend ist daher, Tarifmodelle und ihre Risikoverteilung sorgfältig zu prüfen und an die technischen Möglichkeiten sowie das Verbrauchsverhalten der Haushalte anzupassen.

Für Botnang lautet die zentrale Botschaft deshalb: Dynamische Tarife sind ein wichtiges Instrument, aber keine Lösung für sich allein. Ihr Potenzial entfalten sie erst durch ein lokales Energiemanagement, das Erzeugung, Speicher, flexible Verbraucher, Netzanforderungen und Nutzerinteressen zusammendenkt.